SABRO hilft helfen e.V.
18:06 Uhr - 23. April 2013 - sabro

UNFASSBAR…auch das Leben Ihres Hundes könnte in DK gefährdet sein…

Bilder DK 031

Wie Sie alle wissen, sind wir von SABRO natürlich große Skandinavien-Fans – aber getötete und beschlagnahmte Hunde in Dänemark? Wir konnten es zu Anfang gar nicht glauben!

Leider entspricht das den Tatsachen. Dänemark hat bereits am 01. Juli 2010 ein neues Hundegesetzt in Kraft gesetzt, daß für 13 Rassen ein striktes Verbot von Zucht, Haltung und Verkauf besagt.

Betroffen sind nicht nur die so genannten “Kampfhunderassen” sondern auch alle Herdenschutzhunde, sowie sämtliche Mischlinge dieser Hunderassen. Zudem gilt es auch noch für alle Hun de, die in irgendeiner Form “auffällig” geworden sind. Das können dann theoretisch auch Pudel, Dackel etc. sein!!! Betroffen sind nicht nur dänische Staatsbürger, sondern ebenso alle Urlauber.

Jetzt kann man natürlich sagen, mein Hund tut nichts und gehört auch nicht einer dieser Rassen an. Also auf nach Dänemark um einen entspannten Strandurlaub mit Hund zu verleben. Das kann aber gefährlich nach hinten losgehen…

Das größte Problem am dänischen Hundegesetz ist nämlich die Beweislast. Die liegt beim jeweiligen Hundebesitzer und nicht bei der Polizei. Sollten sie also einen Mischling dabei haben, der keine dieser Listenrassen in sich trägt, müssen sie beweisen können, daß das auch stimmt! Und das ist in der Regel einfach nicht möglich, da man für einen Mischling eigentlich nie einen Abstammungsnachweis parat hat. Wenn dem so ist, wird der Hund von der Polizei beschlagnahmt und mitgenommen. Er wird dann mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eingeschläfert! Die Entscheidung darüber, ob ihr Hund einfach so aussieht wie einer der Listenhunde, wird von einem dänischen Beamten getroffen werden, der natürlich für diesen Fall nicht speziell geschult worden ist.

Das gleich gilt auch, wenn sich ihr Hund z.B. im freien Spiel am Strand einem anderen Hund oder Mensch gegenüber falsch verhalten haben sollte. Oder aber eben jemand einfach nur der Meinung ist, daß er das getan hat, weil sie ihm z.B. vielleicht gerade den letzten freien Parkplatz weggeschnappt haben…… Jetzt beweisen Sie bitte erst einmal, daß das alles so nicht stimmt – und das am besten auch noch auf fließend dänisch! Das ist schlichtweg unmöglich!!!

Ein normales Spiel unter zwei Schwestern, die sich wirklich lieben. Aber natürlich kann es sein, daß ein hundeunerfahrener Polizist hierin  etwas ganz anderes sieht....

Ein normales Spiel unter zwei Schwestern, die sich wirklich lieben. Aber natürlich kann es sein, daß ein hundeunerfahrener Polizist hierin etwas ganz anderes sieht….

Genauso erging es Thor. Thor war wegen einer kleinen hündischen Auseinandersetzung eingezogen worden und sollte – wie so viele andere Hunde auch – eingeschläfert werden. In der Nacht vor dem vereinbarten Einschläferungstermin wurde Thor aus der Todeszelle entführt und so vor der Einschläferung gerettet. Es war erst eingie Zeit nicht klar, wer den Hund rausgeholt hatte. Die Wogen schlugen hoch und jetzt die Bestätigung, daß es sogar ein Polizist war, der ja eigentlich das dänische Hundegesetz mit vollziehen soll.

Hierzu das Zitat der PlanetHund Redaktion:

Nun ist es bestätigt.Lars Bo Lomholt, Polizeiassistent von der Nordsjællands Polizei, holte Thor aus seiner “Todeszelle”. Heute machte er seine Aussage. Lars Bo Lomholt konnte laut eigenen Angaben, es nicht mehr verantworten, dass unschuldige Hunde weiterhin aufgrund des Hundegesetzes eingeschläfert werden. Daher stand für ihn die Entscheidung fest, Thor aus der Tierpension rauszuholen.

Die Polizisten, die Tierliebhaber sind, stehen im Konflikt, wenn sie Familienhunde aufgrund von Bagatellen einschläfern lassen müssen. Lars Bo Lomholt hofft nun, dass die Politiker das Hundegesetz überdenken und ändern werden.

Thor soll sich in guten Händen befinden, so Lars Bo Lomholt.

Wer jetzt denkt, daß Thor Glück gehabt hat, liegt natürlich richtig. Die anderen beschlagnahmten Hunde haben dafür durch diesen Vorfall noch mehr Pech….

Der dänische Staat will solche “Befreiungen” ab jetzt verhindern, in dem es für die beschlagnahmten Hunde keinen Aufschub mehr gibt – sie werden ab jetzt sofort eingeschläfert werden oder bestenfalls so untergebracht, daß man sie nicht findet!

Es wurden wirklich schon Hunde direkt in den Ferienhäusern der dortigen Urlauber beschlagnahmt. Eine Familie aus Deutschland hatte einen noch recht jungen Bernhardiner-Schäferhund-Mischling dabei. Der Hund hatte keinem etwas getan. Trotzdem klopfte abends die Polizei an und beschlagnahmte den Hund mit dem Hinweis, daß es sich um einen kaukasischen Owtscharka handeln würde. Die Familie schaltete sofort einen deutschen Anwalt ein, der sich auch umgehend an die dänische Botschaft wandte. Keiner konnte jedoch beweisen, daß es sich um einen Mischling der beiden oben genannten Rassen handelte, da der Hund keine Papiere hatte.

Nach drei Tagen bekam die völlig verängstigte Familie einen Anruf der dänischen Polizei. Sie könnten ihren Hund jetzt abholen. Wenn sie das nicht wollten, wäre es auch ok, dann würde man den Hund vor Ort entsorgen – der Hund war tot!!!!

So kann und darf es einfach nicht weiter gehen! Das ist nicht nur den Hunden gegenüber einfach unfassbar, sondern auch völlig unmenschlich was da direkt in unserer Nachbarschaft passiert. Seit in Kraft treten des Gesetzes haben bereits 1.400 Hunde ihr Leben lassen müssen. Das ist die uns bekannte Zahl. Wer weiß, ob die Dunkelziffer nicht noch viel höher liegt….

Unserer Meinung nach wird dieses Gesetz nur gekippt werden können, indem man Dänemark einen wirtschaftlichen Schaden zufügt und seinen Urlaub dort storniert. Die Tourismusbranche ist für  Dänemark eine sehr wichtige Einnahmequelle. Und es sind viele Hundebesitzer, die in den letzten Jahren das Geld in die Kassen des dänischen Staates gespült haben.

Jeder muss natürlich selbst entscheiden, wie er mit den bestehenden Tatsachen umgeht. Wir von SABRO werden jedoch Dänemark meiden und so lange keinen Fuss über die Grenze setzen, so lange dieses furchtbare Gesetz in dieser Form weiter besteht!

Die Vorstellung, daß jemand an der Tür unseres Ferienhauses stehen könnte und die Herausgabe eines unserer Hunde fordern könnte ist für mich so unfassbar, daß mir dabei direkt schlecht wird…. Was müssen die betroffenen Hundehalter  durchmachen? Was passiert mit den Hunden? Man wird sich ewig fragen, wie sind sie gestorben? Mit was für Medikamenten und unter welchen Umständen sind sie eingeschläfert worden? Ganz abgesehen von der Tatsache, daß sie völlig grundlos gestorben sind…..

Ich glaube, ich würde nie wieder froh werden. Wahrscheinlich würde ich in so einer Situation sogar versuchen das Gesetz zu brechen und irrationale Dinge tun. Aber natürlich kann und darf es nicht sein, daß Menschen zu kriminellen Taten gezwungen werden, um das Leben ihres Hundes zu retten!

Frida - eine Seele von einer Dogge - sie könnte ohne weiteres als Staff-Mix durchgehen!

Meine Frida – eine Seele von einer Dogge – sie könnte ohne weiteres auch als Staff-Mix durchgehen!

Also sollte jeder in sich gehen und überlegen wie man vermeiden kann, daß Menschen und Hunde weiterhin in eine so ausweglose Situation geraten können. Wir wollen hier nicht offiziell zum Boykott hinsichtlich Dänemark-Urlaub aufrufen, aber doch darum bitten darüber nachzudenken in wie fern man so viel Druck aufbauen kann, damit es so nicht weitergeht!

Für alle, die sich umfassender mit der Thematik auseinander setzen wollen und noch mehr Informationen dazu benötigen haben wir die nachstehenden Links herausgesucht:

http://www.wdr.de/tv/tieresucheneinzuhause/sendungsbeitraege/2013/0310/00a_thor.jsp

http://www.planethund.com/aktuelles/daenemark-durch-rasseliste-werden-hunde-zum-tode-verurteilt-3001.html

http://www.nordschleswiger.dk/SEEEMS/19708.asp?artid=54095

Helfen Sie mit dieses Unrecht öffentlich zu machen! Bitte teilen Sie bitte diesen Link!!!! Es gibt immer noch zu viel unwissende Hundehalter, die vielleicht im kommenden Urlaub in ihr Unglück reisen….

 

Sie können übrigens sowohl hier als auch bei www.facebook.de/SABROGmbH mit uns über die Beiträge diskutieren.

10 Kommentare »

  • Endlich mal klare Worte!
    Als jahrelange Dänenarkurlauber haben wir unseren Vermieter wissen lassen, daß wir bis auf Weiteres Abstand von einem Urlaub in diesem Land nehmen und natürlich auch in diesem Sinne in unserem Umfeld Stellung beziehen.
    Sabro steht ab jetzt auf unserer Werbeliste!
    Danke!

    Christina Griep - 23. April 2013- 18:31 Uhr

  • Es ist ja nicht nur dieses sinnlose Rassegesetz. Auch der Fakt, das jeder Grundstücksbesitzer in Dänemark freilaufende Hunde und Katzen auf seinem Land abschießen darf gruseln mich. Dabei war es immer mein Lieblingsreiseland :-(

    http://www.tasso.net/Daenemark

    Nicole - 23. April 2013- 19:26 Uhr

  • Ich war immer gerne in Dänemark ,auf Insel Röme ,ich werde dort nicht mehr hin reisen ,in dieses Land. . Es kann ja wohl nicht wahr sein. Ein Land wo Hunde Wälder anlegt und erlaubt das der Hund frei am Strand laufen darf. Nein ich gehe nicht mehr in dieses Land.

    Koch Frank - 23. April 2013- 23:35 Uhr

  • Guten Tag,

    Danke für die Erwähnung unseres Artikels :)

    Planet Hund Redaktion - 24. April 2013- 08:37 Uhr

  • I will encourage all my friends and family to spend their vacation dollars elsewhere until these ridiculous laws are changed! I feel sorry for the good Danish people and others who have suffered because of this injustice!

    Alison Shepherd - 24. April 2013- 23:25 Uhr

  • Es gibt gute Nachrichten! Immerhin soll das Gesetz jetzt überprüft werden!

    Melanie Friedemann - 26. April 2013- 21:08 Uhr

  • Vielen Dank für die Information. Ich kann es einfach nicht glauben wie Menschen so gefühlslos mit Tieren umgehen können. Tiere sollten auf unserem Planeten mit dem Menschen gleichgestellt werden. Menschen sind auch Tiere, die sich aber ihre eigenen Gesetze aufgrund der höheren Rangordnung schaffen und dabei nicht mehr an das Leid der anderen denken. Drecks Menschheit kann ich da leider nur sagen. Mit leider zu wenigen Ausnahmen. Das Land Dänemark ist für mich gestrichen. Die Leute, die sich diese Gesetze ausdenken, würde ich gerne mal zufassen bekommen. Denen sollte jede Gliedmaße einzelnd ausgerissen werden!!! FUCK OF DÄNEMARK

    W. Clasen - 28. April 2013- 12:19 Uhr

  • Dieses Land existiert für uns nicht!
    Es sollten sich Weltweit alle gegen dieses Land
    entscheiden, auch wenn ggf. das Gesetz verändert
    würde, wir werden unsere Einstellung diesem
    Land gegenüber niemals mehr ändern!
    Es ist unfassbar, diese Grausamkeit!!!!!
    Eine Kerze für alle grundlos getöteten Tiere
    wurde von uns angezündet.

    Edith Neeb - 29. April 2013- 20:57 Uhr

  • Obwohl wir genau an der Grenze zu Dänemark wohnen, werden wir aus Sorge um unsere Mischlingshunde dort nicht mehr rüberfahren, zu groß ist unsere Sorge, Opfer von Willkür und Machtdemonstration zu werden. Wer weiß schon, daß aufgegriffene Hunde und Katzen schon immer nach 8 Tagen getötet werden in DK, daß aufgefundene Heuler am Strand von Rangern vor Augen der Urlauber totgeprügelt werden wie auf Romo, daß es -zig Pelztierfarmen in Jylland gibt…? Doch, Boykott ist wichtig, denn nur so wird was geschehen!

    Birgit Skusa-Freeman - 18. Mai 2013- 00:18 Uhr

  • Wir sind über Jahrzehnte mit der Familie und unseren Hunden nach Dänemark gefahren,aber diese Entwicklung ist in keinster Weise tragbar!
    Die Frage steht im Raum,warum ein als hundefreundlich bekanntes Land ein solches Gesetz erlässt? Bei aller Diskussion um sog.”gefährliche” Hunderassen- die Gefährlichkeit liegt meist beim Besitzer- kann einen der Gedanke beschleichen,daß man der vielen Familienurlauber mit Hund überdrüssig ist………
    Boykott muss sein,denn in der Kasse tut es den meisten Ländern am ehesten weh! Leider!

    Jutta Konopatzki - 7. Juli 2013- 12:25 Uhr

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