24. Januar 2009
 
Bärchen ist Technik-begeistert 
Beide Jungs haben die Kastration gut überstanden. Im Augenblick tragen beide Kragen. Sieht wirklich lustig aus und wirkt irgendwie befriedend. Die Krägen stören die Jungs doch sehr, sodaß man sich höchstens mal ganz dezent anknurrt und das war es dann.  Gestern abend habe ich dann auch einige Röntgenbilder von unserm Bärchen gemacht. Der arme Hund hatte eine eingestauchte Oberschenkelfraktur. Bei uns in Deutschland hätte man das Bein gerichtet und verplattet. Die Platte hätte man dann nach 6-12 Monaten wieder rausgeholt und gut wäre gewesen. In Polen hat man aber auf die Platte verzichtet. Deshalb ist das Bein verkürzt. Das wird im höheren Alter Probleme geben. Ob die Hüfte so in Ordnung ist, muß meine Tierärztin beurteilen. Da habe ich von der Anatomie des Hundes nicht genug Ahnung , um das richtig zu sehen. Ich hoffe aber, das ja.
 
Übrigens nur mal so als Info: Als wir unsern Lando damals bekommen haben, wog der arme Hund noch 38kg. Wir haben ihn dann mühsam auf 43kg aufgefüttert. Auch unser Bärchen wog nur 22kg als wir ihn bekommen haben. Er soll so auf 25kg kommen. Aber nicht mehr, weil das seine Hüfte zu sehr strapazieren würde. Da muß ich jetzt nach der Kastration etwas aufpassen.
 
Bärchen ist ein wirklich kluger Hund. Schon nach 14 Tagen bei uns kann er Türen öffnen und zwar nicht nur mit den Pfoten, sondern er nimmt auch die Klinke in die Schnauze und zieht sie runter. Jetzt heißt es „abschließen“. Außerdem hat er sich letztens den Fernseher eingeschaltet. Mein Sohn hat seinen Fernseher ausgeschaltet und die Fernbedienung auf einen Schrank neben sein Bett gelegt, weil er schlafen wollte. Irgendwann in der Nacht hat Bärchen sich dann die Fernbedienung geholt und hat darauf herumgekaut. Aber am Zustand der Fernbedienung sah man, dass er wahrscheinlich aufgehört hat, als der Fernseher anging. Er hat sie nämlich, anders als die erste, nicht komplett zerlegt, obwohl er Zeit genug hatte. Wenn der Hund anfängt den Computer zu bedienen, suche ich ihm einen Job!!!!! Aber Spaß beiseite, wir werden jetzt anfangen, richtig mit ihm zu arbeiten. Wir trainieren schon, dass er auf seiner Decke liegen bleibt, auch wenn ich den Raum verlasse. Im Prinzip weiß er, was ich will. Aber manchmal siegt einfach die Neugier. Jetzt heißt es sturer zu sein als der Hund! Außerdem probiert er richtig aus, ob man das wirklich meint, was man ihm sagt. Aber er ist schon ein netter. Er ist halt jung.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
13. Januar 2009
 
 
Puzon ist jetzt Bärchen:
 
Nach einer Woche Eingewöhnzeit berichtet Familie Humrich folgendes über Bärchen:
 
so jetzt ist Puzon eine Woche bei uns. Ich glaube, es geht ihm ganz gut. Heute war er zum ersten Mal mit uns auf dem Hundeplatz. Das war vielleicht aufregend und anstrengend. Danach musste er erst mal 2-3 Stunden schlafen. Puzon heißt jetzt Bärchen. Er gewöhnt sich ziemlich schnell ein. Faxi und Bärchen haben ihren Kastrationstermin für den 19. Januar. Solange ein Meter zwischen den beiden ist, geht es. Nur nahe zusammen ist noch etwas schwierig. Aber mit Hilfe von Maulkörben und ordentlicher Erziehung sowie dem Abklingen der Hormone kriegen wir das schon hin. Nur Geduld! Ich glaube, unser Bärchen ist reichlich Herdenschutzhund. Deswegen ist frühe Erziehung wichtig. Aber er findet Arbeit auch interessant und lustig. Für ihn ist halt alles noch ein Spiel. Gassigehen ist super! Schnee ist Spitze! Sein Kong ist sein Lieblingsspielzeug! Gott sei Dank hat er auch einen gesunden Appetit.
 
Ich werde ihn in der Woche nach der Kastration auch röntgen. Mich interessiert nämlich mal, wie seine Knochen aussehen. Da ist mit Sicherheit einiges im Argen, denn der Junge hat einen lustigen Entenwackelgang.
 
Faxi sieht Schnee ganz anders. Es ist kalt. Das hatte er 5 Jahre in Polen und davon  hat er genug. Der arme Kerl friert richtig. Deshalb geht er erst mit auf den Hundeplatz, wenn es wieder etwas wärmer ist und auch nicht mehr schlammig, denn das haßt er auch.  Ich denke, der arme kleine Kerl war wirklich sehr unglücklich in Polen. Aber jetzt geht es ihm ja gut. Sofa und Sessel sind nämlich Spitze!
 
 
 
 
04. Januar 2009
 
 
Familie Humrich berichtet über Puzons ersten Tag:
 
 
Wir sind gestern Abend ohne Probleme zu Hause angekommen.
 
Besten Dank nochmals für Ihren Einsatz.
 
Puzon hat sich ganz lieb verhalten und es war kein Thema für ihn auch die weiteren vier Stunden zu fahren.
 
Zu Hause hat er sich schon gut eingeführt, die erste Fernbedienung ist bereits modifiziert! Wie bei kleinen Kindern (und Hunden) üblich, müssen wir wohl mal wieder alles "ausser Reichweite" ablegen!
 
 
 
 
 
Mit unseren Katzen gibt es überhaupt kein Problem, mit unserem Polen dagegen schon ein bischen. Eifersucht ist nicht gut und jungen Schnöseln muss man zeigen wo's langgeht, auch wenn man einiges kleiner ist!
 
Ich denke die beiden werden in absehbarer Zeit kastriert, um diesen Zirkus zu beenden!
 
 
 
Puzon wurde gestern noch gebadet und man kann sehen wie hübsch er ist:
 
                         
 
 
Er findet unsere Hündin sehr nett und wird sich schnell eingewöhnen.
 
 
         
 
So besten Dank noch mal und alles weitere demnächst von meiner Frau.
 
Uwe Humrich
 
 
Puzons Fahrt in die neue Heimat!
 
 
Puzons Reisetag war spannend für alle Beteiligten. Die Wieluner fuhren in etwa zeitgleich mit Christian los. Hier am Harzrand waren es morgens -15 °C - wir schauderten, als wir daran dachten, dass bei diesen Temperaturen die Hunde in Polen im Außenbereich schlafen müssen. Gut, dass wenigstens Puzon nun auf die Reise geht - kam uns der Gedanke.
 
             
 
Unser Fahrtantritt richtete sich nach der Express-Zustellung von DHL. Familie Cyriaks (siehe auch Aktuelles) hatte am Freitag noch ihren Tischkopierer und weiteres Nützliches per Express losgesandt, damit diese Dinge gleich mit nach Wielun konnten. Dies klappte reibungslos und so ging es pünktlich los.
 
Um 13.00 Uhr war das Treffen mit der Tierheimleiterin Krysia an der Grenze in Görlitz/Zgorzelec vereinbart. Alle waren pünktlich da - nur war niemanden zu dem Zeitpunkt klar, dass es dort neuerdings zwei Grenzübergänge gibt. Von deutscher Seite aus gelangt man seit Kurzem über einen neuen Autobahnübergang nach Polen - von polnischer Seite aus fährt man wie gehabt über den alten Grenzübergang.
 
Beim kurzen Warten aufeinander wurde Christian von einem Deutsch sprechenden Polen angesprochen, der eine Mitfahrgelegenheit Richtung Norddeutschland suchte. Da noch der Beifahrersitz frei war, war es kein Problem, diesen Reisenden mitzunehmen, was sich letztendlich als hilfreich herausstellte. Christian und Krysia mussten sich nun über ihre Mobiltelefone verständigen, wie sie sich tatsächlich treffen konnten - und dabei war der nette Pole eine große Hilfe, der die Gespräche mit Krysia führte.
 
 
                
 
         
 
Und so ging dann nach kurzer Wartezeit aufeinander alles sehr schnell. Diese Wartezeit hatte Krysia ausgenutzt, um mit Puzon einen ausführlichen Gang zu machen, so dass er sich lösen und auch die Glieder strecken konnte. Als er dann in die Transportbox gen Deutschland einstieg, konnte er sich entspannt hinlegen und die nächsten vier Stunden Fahrt verschlafen. Bis dahin war er nicht besonders aufgeregt - er fuhr mit Krysia und ihrem Mann samt deren Hunden und somit war er bis zur Grenze in vertrauter Gesellschaft.
 
Hier in Deutschland am Harzrand angekommen, wartete schon seine neue Familie auf ihn, die sich gut ausgerüstet hatte mit Leckerchen, Leine, Halsband und Autofahrgeschirr:
 
Puzon hüpfte aus dem Auto und wir waren sehr gerührt: ein nicht nur wunderschöner junger Kerl - sondern auch unendlich lieb, zutraulich, sanft und einfach nur freundlich und neugierig!!!!  Wir sind sicher, dass Familie H. einen ganz großen Schatz gewonnen hat und sind sehr gespannt auf Fotos aus seinem neuen Zuhause und über einen Bericht, wie er sich einlebt und entwickelt.
 
           
 
Die Familie nahm den polnischen Anhalter netterweise noch weiter mit zu einer Autobahnraststätte, von der er dann Richtung Hamburg weiterfuhr. 
 
Auch wenn Puzon mit Sicherheit aufgeregt und angestrengt war nach so einem ungewöhnlichen Tag, war die Fahrt aber überschaubar für ihn: 4 Stunden durch Polen mit Krysia, dann ein Gang, 4 Stunden von der Grenze mit Christian - dann wieder ein Gang mit seiner neuen Familie und anschließend ging es noch einmal 4 Stunden im Auto bis zum neuen Zuhause.   
 
Alles Gute, Puzon!
 
 
02. Januar 2009 
 
Puzon - es geht los!!!!
 
Puzons letzte Nacht im Tierheim bricht an - und hier laufen die letzten Fahrtvorbereitungen:
 
 
   
 
   
 
Morgen früh brechen Krysia und Puzon aus Wielun auf und Christian fährt nahezu zeitgleich los - es ist geplant, dass sie sich mittags auf der polnischen Seite von Görlitz = Zgorzelec treffen. Dort wird Puzon den Wagen wechseln und in seine neue Heimat reisen. Nachmittags wird er am Harzrand von seiner neuen Familie in Empfang genommen. 
 
Wir wünschen allen in dieser Sache "Unterwegsseienden" eine gute Fahrt, dass alle bei diesen winterlichen Straßenverhältnissen gut und gesund durch- und ankommen!
 
 
 
 
 
22. Dezember 2008
 
Puzon wird schon erwartet!
 
Puzon, ein ganz junger freundlicher Rüde aus dem Tierheim in Wieluń, wird im Januar zu seiner neuen Familie reisen!
 
Seine neue Familie hat ihn auf den Wieluńer Adoptionsseiten entdeckt und sich in ihn verliebt. Wir haben sofort Kontakt aufgenommen und  ganz viele aktuelle Informationen über ihn aus  Wieluń bekommen, die die Adoption Puzons letztendlich dingfest gemacht haben :-)
 
       
 
Puzon ist seit dem Sommer im Tierheim; er wurde vermutlich ausgesetzt und geriet beim Herumirren unter einen Lastwagen, wobei er sich eine schwere Beinverletzung zuzog. Diese wurde umgehend operiert mit damals noch ungewissem Ausgang.
Inzwischen gibt es sehr gute Nachrichten zum Heilungsverlauf: der Gips ist seit einem Monat ab, die Schraube wurde auch schon entfernt und Puzon lässt nicht mehr erkennen, dass er mal diesen schweren Unfall hatte. Keine seiner Bewegungen lassen dies noch erkennen, er läuft schon wieder flüssig und unbeschwert. Nur wenn man genau hinsieht, erscheint die Pfote am operierten Bein etwas kürzer.
 
           
 
Er kommt im Tierheim mit allen Hunden wunderbar klar  und lebt ganz friedlich mit den anderen im Rudel zusammen.
 
Er wird als typisch junger Hund beschrieben: fröhlich und lebenslustig - allerdings auch deshalb sehr eingeschränkt lebend im Tierheim. Er wird dort trotz seiner fröhlichen Veranlagung immer trauriger und lässt teilweise schon Mutlosigkeit durchschimmern. Er spielt grundsätzlich noch gerne  - wie üblich in seinem Alter - er wird auf ungefähr ein Jahr geschätzt.
 
Ganz großartig findet er es, gestreichelt und umkuschelt zu werden!!!
 
 
zurück über den Zurück-Pfeil in Ihrem Browser