21. Juli 2009

SABRO ohne Pimpus??? - Geht gar nicht!!!

 

Wie war das noch mit dem häßlichen jungen Entlein???

So ähnlich müsste auch Pimpus´ Geschichte lauten. Gut, häßlich war er nicht, aber dass am Ende so ein schöner Schwan, eh, Pudel, dabei herauskommt, hätten wir anfangs auch nicht gedacht.

Aus dem kleinen Häufchen Elend ist ein selbstbewußtes, pfiffiges kleines Kerlchen geworden. Unsere Büromannschaft hat er bestens um den Finger gewickelt. Einen richtig dicken Stein im Brett hat er allerdings bei Frau Brockmann. Ohne deren Einsatz wäre der kleine Mann heute nicht mehr am Leben. Pimpus dankt es ihr und ist daher fast immer an ihrer Seite.

Außer, er ist mit seinem besten Freund Wacus, den wir auch aus Polen übernommen haben, unterwegs. Die Zwei haben eine kleine Gang gegründet. Zu deren Aufgaben gehören u. a. Frösche im Teich jagen, den Paketboten auf das "freundlichste" zu begrüßen und das SABRO Gelände zu kontrollieren.

Vor kurzem war Pimpus mit in Schweden. Das hat er richtig genossen. Ruderbootfahren gehört seitdem zu seinen neuesten Hobbies.

Dort wurden auch die Fotos für unseren neuen Flyer gemacht. Raten Sie mal, wer das Covergirl, äh, Coverpudel sein wird?! ;-)

 

 

01. Mai 2009

Wir möchten Pimpus nicht mehr gehen lassen...

Da sieht man wieder: als Pflegestelle sind wir nicht geeignet ;-)

Pimpus' Zuhause ist bei SABRO!

 

20. Januar 2009

 
Pimpus als Bürokraft:
 
               
 
06. Januar 2009
 
 
Pimpus geht es wieder richtig gut!
 
Pimpus lebt hier bei SABRO immer weiter auf. Er hat von 2,6 kg bereits auf 4 kg aufgestockt! Wir füttern ihn auch viermal täglich. Unter anderem mit Hühnchen und selbstgemachten Möhren-Kartoffelpüree, was er liebt. Sein Darm ist hierdurch komplett saniert und Durchfall gehört der Vergangenheit an.
 
Jetzt muss er noch kastriert werden ( er ist ein pfiffiges und nicht undominantes Kerlchen, was sonst jeden Grashalm markiert...) Außerdem muss er noch zum Augenspezialisten, weil der Ausfluss noch nicht aufgehört hat. Es kann aber einfach eine verstopfte Tränendrüse sein.
Er liebt Abenteuer und Aktion - was nicht bedeutet, dass er nicht auch sehr sehr gerne kuschelt. Aber er ist jung und will noch viel erleben.
Deshalb suchen wir ein Zuhause für ihn, wo er richtig Abwechslung hat. 
 
20. Dezember 2008
 
Pimpus sucht neue Herausforderungen!
von Sandra Brockmann
 
 
 
Wie Sie alle gelesen haben, war es für Pimpus mehr als knapp. Inzwischen können wir sagen, daß er auf einem guten Weg ist und sein Zustand sich langsam aber sicher stabilisiert.  Sein Durchfall ist weg und gegen seinen Husten haben wir inzwischen eine Behandlung gefunden, die erfolgversprechend ist.
 
 
Selbstverständlich muss die Behandlung von Pimpus durch fachkundige Hände noch eine Weile weiter erfolgen. Es müssen Tabletten verabreicht werden, Suspensionen ins Maul gespritzt werden etc.  – und wir können Ihnen sagen, daß Pimpus zwar sehr tapfer aber nicht gerade kooperativ dabei ist…. Wenn er jedoch weiß, daß es einfach sein muss, ist er mehr als lieb.  
 
 
Pimpus ist wie die meisten Pudel extrem schlau und gelehrig. Er versucht sehr sich an einen Menschen – in diesem Fall mich – zu binden.
 
Leider muss ich mich zur Zeit extrem um Fiete, unseren Doggen-Mix-Rüden, kümmern, der mit einer sehr schweren Gastritis stationär in einer Klinik behandelt wird.  Ich wünsche mir daher für Pimpus so schnell wie möglich ein Zuhause, wo er einfach zeitmäßig noch mehr Aufmerksamkeit erfährt, als es hier zur Zeit möglich ist.
 
 
 
 
 
Pimpus ist ein sehr verträglicher Rüde, der sich mit allen Hunden gut versteht. Außerdem ist er sehr wachsam. Wichtig ist eine ganz klare Führung bei ihm, da er es mit Sicherheit versteht, seinen Besitzer um „den Finger zu wickeln“….   Er sollte meiner Meinung nach so bald wie möglich kastriert werden, da er versucht, seine Position innerhalb der Gruppe auszubauen : - )))
 
 
 
 
 
 
 
 
Ansonsten ist er nicht nur kuschlig und anschmiegsam, sondern in Kürze bestimmt auch eine echte Sportskanone! Pimpus ist kein Hund für Menschen, die es eher gemütlich mögen, sondern ein lebhafter kleiner Kerl, der noch ganz viel erleben möchte. Agility z.B. würde ihm bestimmt viel Spaß machen.
 
 
 
 
Da es noch eine ganze Weile dauern wird, bis Pimpus definitiv vollkommen gesund ist, suchen wir einen Platz für ihn, an dem mindestens ein Familienmitglied dauerhaft zu Hause ist. Er braucht einfach eine ganz enge Bindung und viel Liebe und Wärme. Diese Person sollte auch so viel medizinische Grundkenntnisse beherrschen, daß sofort klar ist, falls sich sein Zustand verschlechtert.
Wir von SABRO haben alleine 380,- ¤ an Klinikkosten für Pimpus bezahlt zzgl. vieler Medikamente, weiterer Tierarztkosten etc.  Wir wünschen uns von daher, und natürlich vor allem weil wir Pimpus wirklich in unser Herz geschlossen haben, ein richtiges Traumzuhause für den kleinen Kerl.    
 
 
17. Dezember 2008
 
Freuen Sie sich mit uns über die neuen Fotos:
 
 
   
 
                                    
 
 
 
15. Dezember 2008
 
Der Husten lässt langsam nach
 
Pimpus Verdauung ist inzwischen richtig gut geworden, er hat keinen Durchfall mehr. Statt dessen hat sich sein Husten zu einer Art Krampfhusten entwickelt und sein ganzer Körper wird bei jedem Atemzug geschüttelt. Pimpus bekommt nun nach Absprache mit dem Tierarzt Prednisolon in Zäpfchenform. Möglicherweise ist sein Kehlkopf beschädigt aber eine genaue Diagnose ist schwierig, weil eine endoskopische Untersuchung nicht möglich ist, weil Pimpus eine Narkose nicht überstehen würde.
 
10/11.. Dezember 2008
 
Pimpus hustet furchtbar!
von Sandra Brockmann 
 
 
 
Pimpus ist leider noch nicht ganz über den Berg. Sein Husten wird immer schlimmer und genügend Appetit hat er dadurch natürlich auch nicht. Zum Glück hat ihm Flavia die Strickjacke vom Teddy ihres kleinen Bruders mitgebracht, die ihm ausgezeichnet steht! Darunter trägt er noch einen dünnen Rolli aus dem Zoofachhandel und direkt auf der Haut trägt er natürlich das Kappafutter mit reiner Schurwolle. Mit diesen ganzen „Bekleidungsstücken“ sieht er zumindest optisch dicker aus…
 
 
 
Nachmittags ist sein Husten dann so schlimm, daß ich in Absprache mit Dr. Böer zum hiesigen Tierarzt fahre und Pimpus Antibiotika spritzen lasse. Wir wollten es im Hinblick auf seinen geschädigten Darm vermeiden, aber jetzt sieht alles nach Lungenentzündung aus. Er hat mittags schon 38,8 Grad erhöhte Temperatur.
 
Da fällt Claudia noch ein, daß Honig ja auch eine leichte antibiotische Wirkung hat und seinem rauhen Hals bestimmt gut tut. Also gibt es jetzt mehrmals täglich leckeren kaltgepressten Orangenblütenhonig. Endlich mal was, was ihm auch schmeckt! Danach leckt er sich begeistert die kleine Schnute.
 
Zusätzlich bekommt er noch homöopatische Abschleimmittel und ein Konsitutionsmittel gespritzt, das ich jetzt 5 Tage weiter spritzen muss (das Antibiotikum natürlich sogar noch länger). Aber wo soll man hinspritzen, wenn unter der Haut gleich die Knochen kommen??? Er tut mir furchtbar leid, weil ihm durch seine extreme Unterernährung alle Spritzen so weh tun.
 
 
 
 
Abends greife ich dann zum Hausmittel: wir inhallieren mit Kamille! Tja und weil er alleine furchtbare Angst dabei hat, muss ich halt mit unter die Decke. Während ich tapfer schwitze, erwische ich ihn immer wieder dabei, wie er heimlich nach Luftlöchern in unserem Deckenturm sucht und Frischluft „ansaugt“! Nach dem Inhallieren sind wir beide völlig fertig und schlafen immerhin gut.
 
 
 
 
 
 
09. Dezember 2008
 
Pimpuś - Rettung in letzter Minute….
 von Sandra Brockmann 
Während unser LKW Richtung Wielun rollte, erreichte uns die Nachricht aus Polen, dass es Pimpuś sehr schlecht geht. Er sei nach der Impfung zusammengebrochen und würde sich nur noch erbrechen.
 
Mit ungutem Bauchgefühl informierten wir unsere beiden Fahrer, die sich bereit erklärten, notfalls noch Infusionslösung zu besorgen, da uns klar war, dass der Hund völlig unterernährt zu sein schien. Pimpuś kam dann kurz vor dem Transport nochmals zum Tierarzt in Wielun und es machte den Anschein, dass es ihm danach besser ging. Also wurde er in eine warme Wolldecke gehüllt und verbrachte die gesamte Fahrt bei Christian auf dem Schoß.
 
 
 
 
 
Claudia reagierte nachts bei seiner Ankunft im Harz auch promt und installierte für den armen Pimpuś eine Rotlichtlampe, unter die er dankend  kroch und unter der er auch liegen blieb.
 
 
 
Als ich am nächsten Morgen dort ankam, war er sehr sehr schwach. Zum Glück hatte ich schon vorher unseren Freund Dr. Bernhard Böer aus der Tierklinik Salder angerufen und Bernd war bereit mal wieder seinen freien Tag zu opfern…Samstag vormittag stand ich also mit einem übel riechenden, völlig verfilzten kleinen Wollpaket auf dem Arm dort in der Praxis. Schnell war klar, dass nicht mehr viel Leben in dem kleinen Kerl steckte…
Also wurde ein Zugang gelegt, eine Infusionslösung lief in Pimpuś und dazu ein ganzer Cocktail an Medikamenten. Als wir versuchten Blut zu nehmen, lief kaum noch etwas in das Röhrchen. Alles war schon sehr dickflüssig. Die Werte alarmierend. Kaum noch Eiweiß. Keine Darmbakterien mehr.
Pimpuś muss in Polen schon sehr lange an schweren Durchfällen, bedingt durch eine Viruserkrankung, gelitten haben. Das war wohl auch einer der Gründe für seine Abgabe ins Tierheim. Im Tierheim selbst war er ja nur eine knappe Woche. Dort dachte man, dass es vom Stress kam.
Tatsache war, dass er durch die Durchfälle völlig augetrocknet war und nur noch knapp 3 kg wog. Dazu völlig verschnoddert – ständiger Husten und Schnupfen, was den kleinen Körper noch mehr belastete.
 
Während die Infusionslösung in ihn hineintropfte, machten sich Julchen (Tierarzthelferin) und ich daran, ihn von seinem ehemals bestimmt schönen Fell zu befreien. Es war bis auf die Haut verfilzt, so dass wir nichts stehen lassen konnten. Zum Glück sah die Haut noch nicht angegriffen aus. Allein die Rute war ein ca. 3 cm dicker Filzstrang und nach unserer Scheraktion glich sie eher einem Rattenschwanz
 
Nach über 2 Stunden Infusion war klar, dass sich sein Zustand leider nicht so schnell stabilisieren würde. Ich musste ihn in der Klinik lassen. Dort kam er in eine Wärmebox mit vielen Decken und wurde an eine Dauerinfusion angeschlossen.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag dachte selbst Dr. Böer, dass er es nicht schaffen würde
 
Und Sonntag morgen dann die Wendung: Ein kleiner Kopf schaute aus der Deckenburg und knurrte tapfer vor sich hin.
Er behielt erste Diätnahrung bei sich und es ging in ganz kleinen Schritten bergauf.
 
 
 
 
Am Montag dann der erlösende Anruf: wir können ihn abholen! Und da saß dann ein kleines kahles Wesen mit langen, extrem dünnen Beinen, das mehr an einen jungen Vogel als an einen Hund erinnerte. Sobald er aus der Transportbox durfte, wackelte sein „Rattenschwanz“ voller Freude und noch wacklig auf den Beinen begann er die Gegend zu erkunden.
 
 
Hier in Handeloh angekommen, begrüßte er tapfer und recht mutig alle anderen Hunde des SABRO Rudels – die ja allesamt deutlich größer sind als er – selbst Tobi mit seinen 4,5 kg!!!!
 
 
  
 
 
 
 
Wir versuchen ihn jetzt permanent warm zu halten.  Leider ist er so dünn, dass ihm keine Kappa passt. So haben wir eine Notlösung aus dem Schurwollfutter einer Kappa und einem 30iger Bodyoli gebastelt. Damit das Kappafutter draußen ohne den Bodyoli nicht wegrutschen kann, haben wir es mit elastischer Binde an dem mageren Körper befestigt. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht, damit Pimpuś auch ungehindert pinkeln kann.   
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Sobald er von draußen kommt – er darf sich nur wenige Minuten draußen aufhalten – zittert er wie Espenlaub. Dann wartet schon eine Wärmflasche und eine weiche Fleecedecke auf ihn.
 
 
 
 
 
Am liebsten sitzt er natürlich auf dem Schoß….
 
 
 
Wegen seiner Darmentzündung kann er keine weiteren Antibiotika bekommen. Deshalb erhält er zumindest ein Abschleimmittel gegen seinen Husten und Schnupfen. Bedingt durch den Schleim frisst er nur sehr mäßig… Alle paar Stunden flößen wir ihm Aufbaunahrung im Wechsel mit Abschleimmittel ein, was uns nicht gerade einen Sympathiebonus bei ihm einbringt…
 
 
 
 
 
 
Also drücken Sie bitte die Daumen, dass wir hiermit bald Schluss machen können, weil er mit Appetit selbst frisst. Wir werden weiter berichten, was er für Fortschritte macht. Wenn alles gut voran geht, wird er nächste Woche Mittwoch von seinen neuen Besitzern – der Familie Maier – abgeholt.
 
          
 
 
 
 
 
Lesen sie im Folgenden, welches Schicksal Pimpuś erlitten hat:
 
Notfall Toypudel Pimpuś,
 
 
Pimpuś ist mit Sicherheit kein typisches Beispiel für das Schicksal eines polnischen Tierheimhundes, die häufig auf den Lande gelebt haben und irgendwann ausgesetzt werden, wenn es keinen Bedarf mehr für sie gibt.
 
 
 
Er ist ein kleiner, reizender Toypudel von ca. 30 cm Schulterhöhe und 3 kg Gewicht. Ein kleiner Kerl, der mal so nebenbei für 200 Zloty (50 ¤) zum Vergnügen eines kleinen Jungen angeschafft wurde. Aber nach einiger Zeit hatte der Junge das Interesse an dem Tier verloren und von da an ging es bergab mit Pimpuś. Die Erwachsenen in der Familie hatten nichts gegen ihn, aber sie hatten auch keinen Bezug zu ihm. Es hat sich also niemand mehr um sein Wohl gekümmert.
 
 
Also hat sich die Mutter des kleinen Jungen schließlich auf den Weg gemacht, Pimpus im Tierheim abzugeben. sie hat dabei keinen Hehl daraus gemacht, dass er wirklich nur ein ausgedientes Spielzeug ist. Dass er ein liebebedürftiges Wesen ist - das dazu mit nur einem Jahr auch noch fast ein Kind ist, kam ihr überhaupt nicht in den Sinn.
 
 
 
 
Das Fell eines Pudels muss regelmäßig gepflegt werden, weil es auch bei einem so kleinen Exemplar wie Pimpuś monatlich ca. 1 cm wächst. Ein gut gepflegtes Fell schützt den Hund vor Witterungseinflüssen und Parasiten. Wenn das Fell jedoch nicht geschoren wird, verfilzen die dicken, dichten Haare, was nicht nur unschön aussieht, sondern auch die Schutzfunktion des Fells aufhebt. Unter der dicken Filzschicht kann die Haut nicht mehr atmen und es können sich Entzündungen entwickeln, die dem Hund sehr zu schaffen machen.
 
 
 
 
 
 
 
 
Und genau das ist bei Pimpuś eingetreten: der kleine Kerl ist vollständig verfilzt und hat auch schon heftige Hautirritationen. Im Tierheim ist man sich des Problems bewusst, kann ihn jedoch nicht scheren lassen, weil er dann ungeschützt der kalten Temperatur ausgesetzt wäre. Er lebt zwar im Gebäude, aber auch das ist ja nicht ununterbrochen angenehm beheizt.
 
 
 
Und so haben sie uns um Hilfe gebeten, damit Pimpuś dringend die notwendige Fell- und Hautpflege erhält.
 
 
 
 
Außerdem leidet Pimpuś im Tierheim sehr, er kommt mit dem Leben dort so gar nicht klar und ist völlig überfordert von der Geräuschkulisse und dem dort herrschenden Stress. 
 
Er ist mehr als menschenbezogen und ein ganz großer Kuschler. Selbst wenn man ihn fotografieren will, versucht er permanent sich anzuschmiegen. Er braucht ganz dringend eine Familie, die ihm Liebe entgegenbringt und ihn tröstet und auf seine Bedürfnisse eingeht.
 
 
 
Er wird als artig, den anderen Hunden gegenüber als konfliktvermeidend, nie streitend und einfach nur lieb beschrieben. 
 
Pimpuś kommt am kommenden Wochenende schon zu SABRO: wir werden uns darum kümmern, dass der kleine Kerl entwurmt, entfloht und und vor allem geschoren wird, damit seine geschundene Haut sich erholen kann.
 
Dann werden wir ihn in die Obhut seiner neuen Familie übergeben.