Für nähere Informationen
klicken Sie bitte auf das
jeweilige Bild
Notfall...
_______________
kleiner Mann sucht...
______________
Vivienne
braucht eine Chance
Der Fall Ciuchcia
______________
Neue Zwinger für DG
für weitere Infos klicken Sie bitte auf das Bild
__________
Urmel...
...ist nun Franke!!!
_________________
Wissenswertes zur Hundeadoption
Wissenswertes zur Adoption eines polnischen Tierheimhundes
Liebe Hundefreunde,
wenn Sie noch keine Erfahrung mit polnischen Tierheimhunden haben, sich aber vorstellen können, einem der hier vorgestellten Hunde ein Zuhause zu geben, lesen Sie sich bitte diese Seite sorgfältig durch. Wir möchten Ihnen mit unseren selbst gesammelten Erfahrungen die Entscheidung für oder gegen einen Hund aus Polen erleichtern bzw. wenn Sie überzeugt sind, einen unserer Vermittlungshund in Ihre Familie aufzunehmen, Ihnen einige gute Ratschläge für die erste Zeit mit auf den Weg geben:

In Polen ist es auf dem Lande noch sehr üblich, die Hunde an der Kette zu halten. Gerade die etwas betagteren Hunde zeigen in der Regel ganz bestimmte Verschleißerscheinungen aufgrund dieser Haltungsbedingungen: degenerierte Hinterhandmuskulatur, steife Wirbelsäule, generelle Gelenksteife (aufgrund fehlender Bewegung und dem Leben in der Kälte in der dunklen Jahreszeit) und fehlende Kondition. Viele dieser Defizite können durchaus durch Ruhe, Wärme und gezielte Bewegung (evt. Physiotherapie) und vernünftige Ernährung auf ein Minimum reduziert werden.
Erstaunlicherweise sind die Hunde aus dieser Kettenhaltung dennoch meistens vom ersten Tag an stubenrein bzw. lernen es in kurzer Zeit, ihr Geschäft draußen zu verrichten.
Auch genießen sie es sichtlich, nun im Haus und in Geborgenheit zu leben. Allerdings sollte man sich bewusst machen, dass die Umstellung von draußen auf drinnen zu Problemen führen kann, da die Belastungen im Hause völlig andere sind als die Belastungen im Freien. Da ist zum einen der Hausstaub zu nennen, aber es werden oft auch ganz alltägliche Gegebenheiten wie z.B. Staubsaugen, laut Musik hören etc. für den Hund zur nervlichen Belastung, bis er sich daran gewöhnt hat.
In Polen findet man so gut wie keine „Streuner“ – allein laufende Hunde werden, sofern sie nicht anderweitig einen „Unfall“ erleiden, eingesammelt und ins nächste Tierheim gebracht. Häufig sind diese Hunde nicht an Freiheit und Selbstständigkeit gewohnt. Dafür sind sie jedoch sehr menschenbezogen – brauchen aber wie jeder andere Hund auch eine Eingewöhnungszeit, in der sie langsam Vertrauen fassen können. Dies kann je nach Wesen und Vorgeschichte schnell gehen oder eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen.
Aufgrund der in Polen immer noch üblichen Kettenhaltung sollte man nicht mit einem nach unserem Maßstab erzogenen Hund rechnen – die Hunde sind in der Regel freundlich, zutraulich und genießen Nähe und Vertrauen – sind jedoch kein „Sitz/Platz/Steh“ gewohnt. Wenn sie doch Kommandos kennen, so sind sie zumindest nicht an die deutsche Sprache gewöhnt. ...aber natürlich sind sie klug und lernfähig, so dass sie, wenn sie innerlich erst einmal angekommen sind in ihrer neuen Familie, alles lernen können wie jeder andere Hund auch.
Ob sie nach ihrem Tierheimaufenthalt in der Lage sind, sich gleich an größeren Spaziergängen zu beteiligen, muss ausgetestet werden. Unter Umständen muss das neue Familienmitglied aber auch erst einmal vorsichtig Kondition erwerben.
Den Hund in der Eingewöhnungszeit an die Leine zu nehmen, ist eine wichtige Schutzmaßnahme für ihn.

Wenn Sie ein Hund auf unseren Vermittlungsseiten anspricht und Sie sich noch nicht sicher sind, was auf Sie zukommt bei einer Adoption, schauen Sie doch bitte einfach einmal in unsere Happy End Geschichten. Dort berichten Hundehalter, die einen unserer Vermittlungshunde in ihre Familie aufgenommen haben, wie die Hunde sich im Alltag eingefunden haben, welche Schwierigkeiten auftauchten und was letztlich alles unproblematisch verlaufen ist.
Klicken Sie dafür bitte HIER
Wenn Sie sich für einen unserer Vermittlungshunde entschieden haben und der große Tag näher rückt, an dem er in Ihre Familie einzieht, gilt es sich zu rüsten:
Das Immunsystem ist durch den Tierheimstress und viele andere Faktoren gedämpft und man kann davon ausgehen, dass die Hunde verwurmt sind. Sprechen Sie am besten mit Ihrem Tierarzt und lassen Sie sich beraten, welche Wurmkur (z.B. Milbemax oder Panakur am besten über 3 – 5 Tage) Sie gleich zu Hause haben sollten, wenn Ihr neuer Freund ankommt. Bitte verwenden Sie nur Wurmkuren, die auch gleichzeitig Spul-, Bandwürmer und Einzeller (Giardien) bekämpfen. Banminth z.B. bekämpft ausschließlich Spulwürmer und würde hier nicht ausreichen!
Wenn Sie eigene Hunde haben, sollten Sie darauf achten, dass der neue Freund bis zur sicheren Wurmfreiheit evt. beim Fressen separiert wird, um die Würmer nicht auf die anderen Hunde zu übertragen.
Beim Kot absetzen ist es ratsam, die Haufen des „Neuen“ einzusammeln, damit die Würmer nicht auf diesem Wege auf andere Tiere übertragen werden können. Wiederholen Sie die Wurmkur nach 4 Wochen. Die schon in Ihrem Haushalt lebenden Hunde sollten prophylaktisch bei der zweiten Wurmkur mit entwurmt werden.
Rechnen Sie außerdem damit, dass er einige Flöhe mitbringt sowie möglicherweise auch Sarcoptes-Milben. Gegen Flöhe hilft zum Beispiel Flohpulver oder Frontline. Ein evt. Milbenbefall sollte bei entsprechenden Symptomen (vermehrtes Kratzen und Schlecken) durch einen Antikörper-Titer beim Tierarzt abgeklärt und entsprechend behandelt werden.
Ohnehin sollten Sie Ihren neuen Freund nach einer gewissen Eingewöhnungsdauer (ca. 2 Wochen) bei Ihrem Tierarzt vorstellen, um einen grundlegenden Check durchführen zu lassen, damit etwaige gesundheitliche Imbalancen rechtzeitig erkannt und behandelt werden können.
Bei der Ankunft sind die Hunde nach der langen Fahrt ins Ungewisse sehr erschöpft und aufgeregt. Es kann einige Tage dauern, bis sich ihr Adrenalinspiegel wieder normalisiert.
Bitte bedenken Sie: die Hunde haben keine Ahnung, wo es hingeht und dass nun ein geborgenes Zuhause auf sie wartet, in dem sie geliebt werden. Die Hunde werden früh morgens im Tierheim in Wieluń in die Transportboxen gebracht, in den Bus geladen – es werden weitere Tierheime angefahren, weitere Hunde eingeladen und dann schließlich geht die Fahrt nach Deutschland los: erst über die schlechten Straßen in Polen, auf denen man nur sehr langsam vorwärts kommt und dann schließlich ab Frankfurt/Oder auf der Autobahn. Wenn die Fahrt glatt verläuft, kommen die Hunde nach 12 Stunden Fahrt hier in der Nordheide an.

Die Hunde sind durstig und freuen sich über Begrüßungsleckerchen, die saftig und weich sein sollten: Wurstwürfel sind ideal! Hundekekse und andere Leckerlis sind in diesem Augenblick häufig nicht geeignet und werden – da nicht bekannt – auch nicht genommen.
Für den Weitertransport empfiehlt es sich, eine Transportbox zur Verfügung zu haben, in der der Hund sicher und in Ruhe transportiert werden kann. Alternativ kann der neue Hund natürlich auch von einem Familienmitglied (mit einer Leine gesichert) während der Fahrt betreut werden.
Zu Hause sollte kein Empfangskomitee auf den Hund warten, er sollte die Möglichkeit haben, ungestört zu schlafen, ggf. auch den nächsten Tag noch und länger.
Und denken Sie bitte daran: Für Ihren neuen Hund ist ALLES neu! Seine ganze Welt hat sich mit dem Einzug in Ihre Familie grundlegend geändert, sein Leben sah vorher komplett anders aus – geben Sie ihm bitte Zeit, das alles zu erfassen!
Was die Ernährung anbelangt, sind die Hunde oft nicht an das bei uns häufig eingesetzte Trockenfutter gewöhnt. Möglicherweise müssen Sie hier ein wenig ausprobieren, bis Sie die geeignete Futterart gefunden haben. In jedem Fall sollten Sie nicht auf Trockenfutter umstellen, da die Hunde in Polen mit Knochen und Fleisch ernährt werden. Knochen – egal in welcher Form - können jedoch zu sehr gefährlichen Darmverschlüssen führen. Verzichten Sie also bitte hierauf. Mischen Sie anstatt dessen Dosenfutter unter die Brocken vom Trockenfutter und rühren sie alles mit warmen Wasser an. Das wird gerne genommen. Bitte wundern Sie sich auch nicht über zuerst „steinharte“ Kotbrocken! Das liegt daran, daß die Knochen in Polen mit einer sogenannten Knochenmühle zermahlen werden. Futter ist teuer und so wird auch „Abfall“ zur Fütterung benutzt. Der Hund kann diese Knochen nicht verdauen. Sie kommen wie ein Stein wieder heraus.
Was Sie vor allem benötigen: VIEL Geduld und VIEL Liebe – die Sie jedoch doppelt und dreifach zurückbekommen werden. Sie glauben gar nicht, wie viel Freude es macht, Ihrem neuen „Lebensgefährten“ Ihre Welt zu zeigen und zu erklären und mit ihm gemeinsam neue Entdeckungen zu machen. Diese Hunde sind so positiv, daß Sie hiervon mit Sicherheit angesteckt werden!
Zusammenfassung:
|
Folgendes sollten Sie organisiert haben, wenn der Hund ankommt:
|
Sollten noch Fragen für Sie offen sein, wenden Sie sich bitte an: sabro@sabro-tierschutz.de


