24. Juli 2009

Nelly – unser Schicksalshund

Für uns stand fest – bereits mit Hund, Pferd und Katze ausgestattet – hatte ein zweiter Hund keinen Platz mehr in unserem Leben.

Und dann brachte Frau Brockmann Nelly zusammen mit Maluka aus Polen mit. Anfangs ein wenig schüchtern aber jedem freundlich zugetan, eroberte sie die Herzen des Büroteams im Sturm – und mich hatte sie zu ihrem eigenen Menschen auserkoren.

Stundenlang saß sie unter meinem Schreibtisch, hatte ihren Kopf auf meinem Bein liegen und himmelte mich mit ihren braunen Augen an. Stand ich auf, folgte mir Nelly überall hin und sie hörte sofort auf ihren Namen.

Wir wollten keinen zweiten Hund, aber Nelly sah das anders. Vier Wochen später und nach zahlreichen Überlegungen zu Hause, hatte Nelly es geschafft: wir nahmen sie über das Wochenende mit nach Hause. Für uns war klar, dass Nelly sich gleich in unseren Alltag integrieren musste, sonst würden wir es nicht schaffen.

Und sie tat es! Dieser kleine Hund, der in Polen im Zwinger gesessen hat, hatte den Instinkt alles richtig zu machen. Nachdem dreimal die Katze gejagt wurde, reichte ein scharfes „Nein“ und die Welt war in Ordnung. Also, Nelly gleich eingepackt und zum Einkaufen mitgenommen. Nachdem wir sie eine halbe Stunde im Auto alleine gelassen hatten, schoben wir mit einem mulmigen Gefühl im Bauch unseren Einkaufswagen über den Parkplatz und sahen in unserem Geiste einen bellenden Hund, der die Kopflehnen angenagt hatte. Am Auto angekommen entdeckten wir Nelly, die eingerollt auf der Rücksitzbank lag und schlief. Dieser Hund war einfach toll!

Also schnell zur Belohnung an den Hundestrand gefahren, wo sie mit unserer anderen Hündin gleich im Wasser herumgetollt ist.

        

Am darauffolgenden Tag kam ihre nächste „Feuerprobe“: Nelly sollte mit zum Pferd fahren. Und was machte unser neues Familienmitglied? Sie blieb ständig in meiner Nähe oder legte sich in den Sand um mir dabei zuzuschauen, was ich mit dem Pferd so alles anstelle.

Was sollen wir sagen? Nelly bleibt natürlich bei uns, sie ist einfach ein völlig unkomplizierter Traumhund, die aufgrund ihrer Vergangenheit permanent bemüht ist, alles richtig zu machen.

Wir können nur jedem, der vielleicht noch zweifelt, ob er einen Hund aus Polen haben möchte, dazu ermutigen über seinen eigenen Schatten zu springen und eine kleine Hundeseele zu retten. Ihr neues Rudelmitglied wird es Ihnen tausendfach danken!

 

Lara van Oost
Produktionsleiterin bei SABRO