SABRO hilft helfen e.V.
12:27 Uhr - 27. Januar 2015 - sabro

Yanna ist jetzt so weit…

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Erinnerst du dich noch an die hübsche Yanna aus der privaten Auffangstation von Vangelis auf Kos / Griechenland?

Sie war die letzte Hündin die Ende 2014 noch fliegen konnte, bevor die Tourismus Saison zu Ende ging und keine Flugzeuge mehr von den Inseln starteten. Im letzten Moment haben wir Yanna noch eine Traum-Pflegestelle gefunden.

Dort lebt Yanna jetzt mit zwei Bullis in einem Haushalt in Süddeutschland.

In der Anfangszeit war Yanna sehr sensibel, man könnte direkt sagen ängstlich. Deshalb hielten wir es alle für besser, das Yanna – die aus Griechenland nichts kennt außer der Auffangstation – erst einmal “ankommt”.

Katzen, andere Hunde, andere Menschen und auch den notwendigen “Benimm” in einer Wohnung kennen lernt.

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Jetzt ist sie laut ihrem Pflegefrauchen so weit, daß sie in ein richtiges Zuhause umziehen könnte.  Zu diesem Thema haben wir einen langen Steckbrief für Yanna bekommen. Und wenn du den gelesen hast, dann weißt du einfach, daß Yanna schon in der Lage ist Herzen zu brechen :-)

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Wir drucken euch hier mal den gesamten Steckbrief der Pflegestelle unkommentiert ab:

Hier nun – wie versprochen – ein kleiner Steckbrief von Yanna:
Ja, wo fange ich an? Ihr herausragendstes Merkmal ist ihr riesengroßes Herz voller Liebe für Menschen, die es gut mir ihr meinen. Sie liebt es zu schmusen, gekrault zu werden, einfach bei „ihren“ Menschen zu sein. Yanna ist in für sie gewohnten Situationen eine ruhige, freundliche, ja sehr sanfte Hündin. Stress belastet sie sehr. Und Stress fängt bei ihr sehr schnell an:
– Besucher, die sie sofort anfassen möchten, nein Yanna möchte Fremde erst einmal aus einer sicheren Distanz kennen lernen. Bei Sympathie kann eine ruhige Annäherung vorgenommen werden, die jedoch von Yanna ausgehen sollte.
– Hundebegegnungen mit Hunden, die sie sofort begrüßen möchten.
– Fröhliche Kinder. Yanna kann m.E. nicht einschätzen, wie sie mit diesen lustigen aber eben auch lauten Minimenschen umgehen soll. Also versucht sie sie sich vom Leib zu halten. Korrekt nach Hundemanier verwarnt sie (sie knurrt), wird dieses Signal nicht beachtet, kann es durchaus sein, dass sie Stufe 2 des Hundeknigge zündet und „zum Schein schnappt“. (Ich denke, in dieser Phase würde sie auf gar keinen Fall wirklich schnappen!). Meine Einschätzung geht dahin, dass sie bei weiterem Stress (-> das oder die Kinder bedrängen sie) auch einmal zwicken würde. Dass sie wirklich zubeißen würde, das glaube ich nicht, kann es aber nicht mit Sicherheit sagen.
Wie sich Yanna z.B. in der Stadt verhalten würde, das haben wir noch (?) nicht ausprobiert, wir leben auf dem Land, in einem idyllischen kleinen Ort direkt an Wiesen und Feldern und das scheint für Yanna genau richtig zu sein. – Sie liebt es alles auf dem Weg abzuschnüffeln, zu schauen, was um sie herum so vorgeht. Sie scheint einen sehr, sehr ausgeprägten Jagdtrieb zu haben, unter Zuhilfenahme von Nase und Augen. Deshalb hat sie auch strikten „Strippenzwang“, obwohl ich eigentlich ein Freund von Freilauf bin.
Yanna hängt in herzlicher Freundschaft an unserer Bullydame „Lotta“, auch die anderen beiden Bullys (Lucky + Paulina) akzeptiert sie ohne Theater. Aber Hunden, die wir auf dem Spaziergang treffen, steht sie sehr zurückhaltend gegenüber. Hier gilt das Gleiche, wie bei fremden Menschen: fremde Hunde haben bitte Abstand zu halten! Yanna will die Lage erst einmal einschätzen und sie will auf den fremden Hund zugehen. Sie benötigt nicht unbedingt einen Zweithund im Rudel, wenn ihr(e) geliebter/geliebten Mensch(en) bei ihr ist/sind, dann ist sie glücklich. – Yanna bringt sich fast um, wenn wir nach kurzer Abwesenheit zu ihr zurück kommen. Sie liebt ihre Menschen einfach abgöttisch… Sie ist zufrieden, wenn sie – während ich am Computer sitze und arbeite – neben mir liegen kann.
Ich denke als – leicht! – verwöhnter Einzelhund mit möglichst viel Menschenkontakt, ausreichend Bewegung und geistiger Forderung wäre sie im Himmel. Diese zauberhafte Maus sollte in hundeerfahrene Hände kommen. Sie beherrscht den Hundeknigge perfekt, was bei Hunde“Newcomern“ jedoch durchaus problematisch sein kann.
Seit ein paar Wochen versteht die Maus deutsch (ja, das merkt man ganz deutlich!) und wir machen regelmäßig Übungen. Sie macht willig mit, es tut ihr gut, aber sie flippt nicht aus vor Begeisterung. Wenn man sie auf dem Spaziergang ruft, hat sie nur „Sprechzeit“, wenn nicht gerade etwas anderes Interessantes abläuft (und das können durchaus die Krähen auf dem Feld oder ein eingebildetes Etwas in weiter Ferne sein). Die Süße lernt recht schnell. „Sitz“ klappt schon sehr ordentlich, der Befehl „HIER“ gefällt ihr nicht sonderlich, aber das Schnappen nach Futter hat sie weitestgehend abgelegt. Momentan üben wir Fuß, was seeeehr schwer ist. Die Welt ist ja sooooo interessant und der Mensch an der Leine soooo langsam…
Sobald das Wetter wärmer wird, werden wir ein paar Seminare besuchen, einfach um zu erfahren, was ihr Freude macht. Geplant sind:
– Nasenarbeit
– Der sichere Rückruf (da ich bislang immer Hunde hatte, die sich problemlosest zurückrufen ließen, ist dieser Kurs eher für mich  )
– Longieren
– Ausbildung zum „Familienhund“
Und sollte dieses wirklich zauberhafte Hundewesen vorher ein tolles Zuhause finden? Dann müssen meine Bullys zu den Kursen. Was garantiert ein Erlebnis wird, insbesondere die Nasenarbeit: Bullys haben kaum bessere Nasen als Menschen. Dafür werden wir bei dem Rückruf-Kurs brillieren. Lotta folgt (fast immer!) aufs Wort.
Ach ja, was für Yanna regelrecht Gift ist, sind laute, harte Stimmen. Man muss und darf sie nicht laut ansprechen. Sie reagiert vielleicht nicht sofort, aber sie reagiert, wenn man beharrlich bleibt. Und sie will ja gefallen!
Und nun, zum Abschluss, mein( e) Wunschfamilie für Yanna:
– Ein/zwei hundeerfahrene, sportliche Menschen, (leider keine Kinder im Haushalt), die
– möglichst viel mit dem Hund zusammen sein können. Ginge es nach ihr sollte immer jemand zum Schmusen anwesend sein. (Wie sie sich verhält wenn sie allein ist, kann ich gar nicht sagen, sie hat ja immer die Bullys um sich.)
– schön wäre ein eingezäunter Garten. Ist aber kein MUSS. Bei uns geht sie meistens nur kurz `raus, um sofort wieder zu mir zurück zu kommen.
– Der Haushalt sollte relativ ruhig sein.
– Hundekontakte scheint sie nicht zu brauchen.
Alles in allem ist sie wirklich unproblematisch, wenn berücksichtigt wird, dass sie ihren Schutzraum braucht. Sie könnte m.E. auch mit in ein Büro oder einen Laden, wo sie für Besucher/Kunden unsichtbar bleiben kann. Z.B. in einem Nebenraum. Sie macht z.B. kein Theater, wenn wir Besuch bekommen, sie zieht sich eher zurück.
Yanna hat Menschen verdient, die so sind wie sie: sanft, freundlich mit guten Hunde-kenntnissen. Sie ist wirklich eine absolute Zaubermaus, bei der ich aber auch die Gefahr sehe, dass sie – wenn sie zu hart angefasst wird –leicht kaputt gemacht werden kann. Wie schon geschrieben: sie ist nicht besonders nervenstark, will ihr übergroßes Herz voller Liebe aber unbedingt an den Menschen bringen.
Ich wünsche ihr soooo sehr ein Zuhause, wo sich alles im besten Sinn des Wortes um sie dreht.

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Ganz liebe Grüße von uns allen
Und ganz besonders von
Zaubermaus Yanna (aka „Mausi“)

Solltest Du Dir jetzt vorstellen können, daß Yanna Dein Hund werden könnte, daß Du über genügend Zeit verfügst und dieser wunderbaren noch jungen Hündin gerecht werden würdest, dann füll den HIER den Vermittlungsbogen für Yanna aus.

Bei entsprechender Eignung stellen wir selbstverständlich den Kontakt zur Pflegestelle her!

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Liebe Grüße – euer SABRO Team